Don't cry for me Argentina... :-)
... denn uns hat es so gut gefallen, dass wir sicher nicht das Letzte mal hier waren. Der gesamte Süden blieb uns schließlich aufgrund der Wetterbedingungen verschlossen und muss dringend noch erkundet werden!
Damit schließt sich das Kapitel Argentinien für uns auf dieser Reise und es geht weiter Richtung Osten nach Chile.
Dennoch möchten wir Euch nicht unsere Top 5 der argentinischen Eigenarten vorenthalten. ;-) Diese sind mit Humor zu verstehen und nicht zu ernst zu nehmen.
Platz 5. Spät-Sozialistische Schaufenster
Wie ihr vielleicht wisst musste Argentinischen in 2001 Bankrott anmelden. Als Reaktion hat der Staat den Import mit Einfuhrzöllen belegt, um einerseits die Devisen zu schonen und die Binnenwirtschaft zu stützen. Eine Auswirkung dieser Maßnahmen ist selbstverständlich auch das Warenangebot. Es gibt zwar in den so glitzernden Shopping-Malls alles zu kaufen, von iPhone bis Rolex, aber zu Preisen die sogar über Münchner Level liegen. Die übrigen Geschäfte darben aber und bieten ein eingeschränktes Sortiment. Dies zusammen mit dem weiter oben schon beschriebenen "morbiden Charme" ruft Erinnerungen an die osteuropäischen Städte Anfang der 90er Jahre wach. Ähnlich wie in dieser spätsozialistischen Zeit, sind die Schaufenster sehr zweckmäßig und oft lieblos gestaltet. Es wird einfach gezeigt, was es gibt und was es kostet. Kein schmückendes Beiwerk lenkt vom Produkt ab. Siehe Foto anbei... ;-)
Wir wollen jetzt keine Parallelen zur €-Krise ziehen, empfehlen einigen Politikern in Europa dennoch einen Urlaub hier, vielleicht hilfst ja.
Platz 4: Wir sind auch nur Menschen
Gerade auf dem platten Land starrt man uns manchmal an wie Aliens und sogar in Touristinformationen ist man mit unserer plötzlichen Anwesenheit augenscheinlich überfordert. Oh, da kommt ja jemand, oh nein, und dann auch noch Ausländer die was auf englisch wollen, lieber abducken und so tun als wäre keiner da ;-)
Wir laufen durch Fußgängerzonen oder am Stadtstrand von Rosario (der 3. größten Stadt des Landes) und die Leute bleiben stehen und bestaunen uns wie Affen im Zoo. Schon komisch, wahrscheinlich wird der gemeine Europäer hier nicht so oft gesichert. Und da geben wir uns schon Mühe, so unauffällig wie möglich auszusehen und vermeiden den typisch deutschen "Ich-kaufe-alles-bei-Globetrotter-und-trage-nur-Funktionskleidungs-Look", aber das hilft wohl wenig. Wir werden erkannt :-)
Platz 3: TÜV
Doch, es soll einen TÜV geben. Es gelten sogar offiziell die gleichen Regeln und Gesetze, allerdings wird das von den argentinischen Autohaltern eher als Empfehlung entgegengenommen.
Platz 2: Mienengelände
Wenn wir hier was zu sagen hätten, würden wir eine empfindlich hohe Strafe für die von ihren Herrchen arglos auf den Gehwegen ignorierten Hinterlassenschaften der lieblichen Vierbeiner empfehlen. Aber selbst das würde wahrscheinlich nicht viel helfen, da hier nicht jeder frei rumlaufende Hund auch einen Besitzer hat.
Gerade nachts ist man gut beraten wenn man mit Stirnlampe unterwegs ist, nicht nur wegen der Tretmienen an jeder Ecke sondern auch wegen der teilweise bemerkenswerten Zustände der Gehwege.
Platz 1: Drogenprobleme ?! ;-)
Was dem Peruaner seine Coca-Blätter sind, ist dem Argentinier sein Mate. Wo immer Argentinier länger als 5 Minuten stehen, ist eine Termokanne, ein aus Kürbis, Metall oder Holz gefertigter Trinkbecher und ein metallener Trinkhalm nicht fern. Ja selbst beim Laufen, Kinderwagenschieben, Autofahren oder einfach auf den Bus warten, immer und überall ist diese Ausstattung omnipräsent, wird schluckweise heißes Wasser nachgegossen oder am Halm gezogen?! Dies ist ein sehr sozialer Akt, da alle den gleichen Becher und Halm nutzen und es geheime Regeln im Trinkverhalten gibt. Für praktisch denkende Deutsche ist das Mysterium Mate anfänglich verwirrend, dann interessant und später suspekt.
Alle tragen ihren eigenen vollen Heißwasserbehälter nebst Dose für das Matekraut, dann noch den Trinkbecher und Strohhalm in Tüten, Taschen oder kunstvoll gearbeiteten Ledertornister mit sich herum. Wenn das kein Indiz für Suchtverhalten ist, wissen wir's auch nicht.
Ein weiterer Beweis hierfür ist auch, dass man das Endprodukt nirgendwo kaufen oder probieren kann. Es gibt Kaffe, Cola und Bier in den Restaurants, aber NIRGENDS Mate! Als Ausländer scheint einem der "Genuss" dieser argentinischem Spezialität vorenthalten zu sein. Wir haben versucht, diese "Droge" noch irgendwo aufzutreiben um Euch berichten zu können, was so besonders daran ist und ob sich dieser Aufwand tatsächlich lohnt aber leider ist es uns auch nach intensiver Internetrecherche nicht gelungen einen Laden zu finden in dem das traditionell angeboten wird. :-(
Tatatataaaa: Last but not least noch ein großes Kompliment an die strikte Budgeteinhaltung der Reiseleitung.
Jochen bekommt das 1. Budget-Bienchen ;-))
Bis bald aus Chile,
Jochen und Christiane
Damit schließt sich das Kapitel Argentinien für uns auf dieser Reise und es geht weiter Richtung Osten nach Chile.
Dennoch möchten wir Euch nicht unsere Top 5 der argentinischen Eigenarten vorenthalten. ;-) Diese sind mit Humor zu verstehen und nicht zu ernst zu nehmen.
Platz 5. Spät-Sozialistische Schaufenster
Wie ihr vielleicht wisst musste Argentinischen in 2001 Bankrott anmelden. Als Reaktion hat der Staat den Import mit Einfuhrzöllen belegt, um einerseits die Devisen zu schonen und die Binnenwirtschaft zu stützen. Eine Auswirkung dieser Maßnahmen ist selbstverständlich auch das Warenangebot. Es gibt zwar in den so glitzernden Shopping-Malls alles zu kaufen, von iPhone bis Rolex, aber zu Preisen die sogar über Münchner Level liegen. Die übrigen Geschäfte darben aber und bieten ein eingeschränktes Sortiment. Dies zusammen mit dem weiter oben schon beschriebenen "morbiden Charme" ruft Erinnerungen an die osteuropäischen Städte Anfang der 90er Jahre wach. Ähnlich wie in dieser spätsozialistischen Zeit, sind die Schaufenster sehr zweckmäßig und oft lieblos gestaltet. Es wird einfach gezeigt, was es gibt und was es kostet. Kein schmückendes Beiwerk lenkt vom Produkt ab. Siehe Foto anbei... ;-)
Wir wollen jetzt keine Parallelen zur €-Krise ziehen, empfehlen einigen Politikern in Europa dennoch einen Urlaub hier, vielleicht hilfst ja.
Platz 4: Wir sind auch nur Menschen
Gerade auf dem platten Land starrt man uns manchmal an wie Aliens und sogar in Touristinformationen ist man mit unserer plötzlichen Anwesenheit augenscheinlich überfordert. Oh, da kommt ja jemand, oh nein, und dann auch noch Ausländer die was auf englisch wollen, lieber abducken und so tun als wäre keiner da ;-)
Wir laufen durch Fußgängerzonen oder am Stadtstrand von Rosario (der 3. größten Stadt des Landes) und die Leute bleiben stehen und bestaunen uns wie Affen im Zoo. Schon komisch, wahrscheinlich wird der gemeine Europäer hier nicht so oft gesichert. Und da geben wir uns schon Mühe, so unauffällig wie möglich auszusehen und vermeiden den typisch deutschen "Ich-kaufe-alles-bei-Globetrotter-und-trage-nur-Funktionskleidungs-Look", aber das hilft wohl wenig. Wir werden erkannt :-)
Platz 3: TÜV
Doch, es soll einen TÜV geben. Es gelten sogar offiziell die gleichen Regeln und Gesetze, allerdings wird das von den argentinischen Autohaltern eher als Empfehlung entgegengenommen.
Platz 2: Mienengelände
Wenn wir hier was zu sagen hätten, würden wir eine empfindlich hohe Strafe für die von ihren Herrchen arglos auf den Gehwegen ignorierten Hinterlassenschaften der lieblichen Vierbeiner empfehlen. Aber selbst das würde wahrscheinlich nicht viel helfen, da hier nicht jeder frei rumlaufende Hund auch einen Besitzer hat.
Gerade nachts ist man gut beraten wenn man mit Stirnlampe unterwegs ist, nicht nur wegen der Tretmienen an jeder Ecke sondern auch wegen der teilweise bemerkenswerten Zustände der Gehwege.
Platz 1: Drogenprobleme ?! ;-)
Was dem Peruaner seine Coca-Blätter sind, ist dem Argentinier sein Mate. Wo immer Argentinier länger als 5 Minuten stehen, ist eine Termokanne, ein aus Kürbis, Metall oder Holz gefertigter Trinkbecher und ein metallener Trinkhalm nicht fern. Ja selbst beim Laufen, Kinderwagenschieben, Autofahren oder einfach auf den Bus warten, immer und überall ist diese Ausstattung omnipräsent, wird schluckweise heißes Wasser nachgegossen oder am Halm gezogen?! Dies ist ein sehr sozialer Akt, da alle den gleichen Becher und Halm nutzen und es geheime Regeln im Trinkverhalten gibt. Für praktisch denkende Deutsche ist das Mysterium Mate anfänglich verwirrend, dann interessant und später suspekt.
Alle tragen ihren eigenen vollen Heißwasserbehälter nebst Dose für das Matekraut, dann noch den Trinkbecher und Strohhalm in Tüten, Taschen oder kunstvoll gearbeiteten Ledertornister mit sich herum. Wenn das kein Indiz für Suchtverhalten ist, wissen wir's auch nicht.
Ein weiterer Beweis hierfür ist auch, dass man das Endprodukt nirgendwo kaufen oder probieren kann. Es gibt Kaffe, Cola und Bier in den Restaurants, aber NIRGENDS Mate! Als Ausländer scheint einem der "Genuss" dieser argentinischem Spezialität vorenthalten zu sein. Wir haben versucht, diese "Droge" noch irgendwo aufzutreiben um Euch berichten zu können, was so besonders daran ist und ob sich dieser Aufwand tatsächlich lohnt aber leider ist es uns auch nach intensiver Internetrecherche nicht gelungen einen Laden zu finden in dem das traditionell angeboten wird. :-(
Tatatataaaa: Last but not least noch ein großes Kompliment an die strikte Budgeteinhaltung der Reiseleitung.
Jochen bekommt das 1. Budget-Bienchen ;-))
Bis bald aus Chile,
Jochen und Christiane






