Die grüne Hölle

Nach einem entspannten Tag in Cusco, inkl Stadtspaziergang, Baby-Alpaka-Wollkauf und einem Angebot für Kokain sind wir nach einem kurzen Flug im Dschungel Perus angekommen.
Allerdings kann man hier bei Inlandsflügen nicht im geringsten von Sicherheitskontrollen sprechen. Unsere Koffer wurden doch tatsächlich per Hand vor unseren Augen untersucht und durchwühlt, da es keine Durchleuchtungsgeräte gibt, aber das nur nebenbei.
Nachdem wir bisher schon in den luftigen Höhen der Anden, in der trockenen Wüste Atacama und an der kargen Küste des eisigen Humboldtstroms waren, befinden wir uns nun in der vierten Klimazone: dem Dschungel.
Hier herrschen 30 - 35'C und das bei einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 90%. Dies ist zwar sehr schweisstreibend, aber dafür haben unsere Männer hier auf 250m kein Problem mehr mit der Höhe.
Mit Gummistiefeln, Taschenlampe und Mückenspray ausgerüstet, ging es drei Stunden mit dem Boot zur Dschungel-Lodge.
Strom und somit auch Licht gibt es hier nur von 18:00-22:00 Uhr. Insgesamt gibt es 6 Steckdosen, nur kaltes Wasser und vieeeele Tiere, große und kleine. Aber so ist das nun mal wenn man der Natur ganz nah sein will.
Unsere Anstrengungen werden in den nächsten Tagen durchaus belohnt. Wir sehen fast alles was der Urwald so zu bieten hat. (Na gut, die Anakonda und den Jaguar haben wir nicht zu Gesicht bekommen)

Schon wieder heißt es 04:00 Uhr wecken für eine 3-stündige Fahrt auf dem stockdunklen Fluss Richtung Sonnenaufgang - aufregend. Ziel unserer Reise sind die Lehmbänke der Papageien, die hierher kommen um Erde zu fressen.
Und tatsächlich, nach einiger Wartezeit gesellen sich die ersten Vögel zu uns und bis 11:00 Uhr herrscht ein reges Treiben. Allerdings ist es selbst mit dem Teleobjektiv schwer die scheuen Tiere in den Baumwipfeln scharf abzubilden.

Die Beobachtungen von Faultieren, handtellergroßen Spinnen, Vögeln, Kaimanen, Ottern, Affen, Schmetterlingen waren toll und die Flora des Regelwaldes schlägt alles. Die Bäume sind bis zu 50m hoch und dazwischen auf mehreren Ebenen nur dichtes GRÜN!
Übrigens gibt es in Peru über 3700 Schmetterlingsarten, in Deutschland gerade mal 187!
Morgen gehts zurück nach Lima und dann heißt es Abschied nehmen. Lutz und Iris fliegen nach Hause und für uns geht die Reise in Brasilien weiter.

Fazit zu Peru:
Peru ist ein äußert vielseitiges Reiseland, dass durch die verschiedenen Klimazonen eine enorme Vielfalt bietet. Die Menschen haben uns durch ihre Freundlichkeit, Zuvorkommenheit und Pünktlichkeit beeindruckt. Gut Essen kann man auch, Alpaka ist sehr zu empfehlen aber Mehrschweinchen haben wir dann doch nicht probiert. Allein durch die Größe des Landes und die Beschwerlichkeit beim zurücklegen der resultierenden Strecken würden wir beim nächsten mal mehr Zeit für eine solche Reise einplanen. Eines ist klar, Peru ist ein tolles Reiseland, aber keine Urlaubsland.

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