Kurioses China
Die moderne Metropole Hong Kong empfängt uns mit klarer Luft, beeindruckender Skyline und bester Infrastruktur. Nach den sechs spannenden Wochen im indischen Subkontinent sind wir einfach nur erleichtert und fühlen uns wie in einer anderen Welt angekommen.
Wir atmen erst mal tief durch und genießen die Ruhe und Ordnung bei einem guten Cappuccino. Phuuu geschafft. Die Hektik Indiens steckt uns zwar noch ganz schön in den Knochen, aber wir haben wenig Zeit und machen uns voller Erwartungen auf in die chinesische Großstadt.
Wobei Hong Kong eigentlich noch nicht (wirklich) chinesisch ist, sondern seit 1997 eine Sonderstellung in China inne hat. Diese gilt für 50 Jahre und erst dann gehört die Stadt vollständig zu China. In dieser Zeit gelten in Hong Kong andere Regelungen als auf dem Festland. Diese Autonomie erlaubt zwar eigene Gesetze, Zölle sowie eine eigene Währung und wir benötigen zur Einreise nach Hong Kong kein Visum, dennoch mischt sich die Regierung in Peking schon häufig in die Innenpolitik ein.
Zuvor war Hong Kong 99 Jahre lang britische Kronkolonie und noch heute sind die Einwohner Hong Kongs "not amused" wenn man sie als Chinesen bezeichnet. Viele sprechen gut Englisch, der Umgang miteinander ist westlich geprägt und die Stadt ist auf internationale Gäste gut vorbereitet.
Wir stürzen uns ins Getümmel, erkunden die ungewöhnlichen Speisen und wagen uns erstmals seit länger Zeit wieder, etwas von einer Garküche am Straßenrand zu essen. Wir sehen alle möglichen Arten getrockneter Meerestiere, gepresstes oder gebratenes Geflügel und können hier die Schwalbennester begutachten, die schon in Kalimantan bei uns für verständnisloses Kopfschütteln sorgten. (Zur Erinnerung: In Indonesien werden diese Schwalbennester in riesigen Betonhäuser geerntet, um dann in China ausgekocht als Delikatesse zu enden.)
Wir verbringen unsere Tage am Hafen bei der Bewunderung der Skyline, streifen durch die alten traditionellen Gassen und lassen uns vom hervorragenden Museum of Hong Kong in die Geschichte der Stadt einführen.
Ein Höhepunkt der Stadt ist "The Peak". Der 552 Meter hohe Berg gleich hinter Hongkongs Central District ist berühmt für seine spektakuläre Aussicht.
Hinauf fährt die Peak Tram, eine Standseilbahn die 1888 eröffnet wurde. Auf der 1365 Meter langen Strecke hat der steilste Abschnitt eine Steigung von 51% - festhalten! Den Blick auf Hong Kong von dort oben, sollte man nicht verpassen. Wir genießen den Sonnenuntergang und erfreuen uns dann am erstrahlen der üppig bunten Illuminierung der vielen Hochhäuser.
Durch Hong Kong verwöhnt, freuen wir uns sehr auf den Rest von China.
Unsere erste Station auf dem chinesischen Festland soll Guilin sein. Guilin ist eine für chinesische Verhältnisse kleine Stadt mit 5 Mio. Einwohnern im Südosten Chinas. Die Stadt am Ufer des Li Fluss bzw. deren Umgebung sollte den aufmerksamen Microsoft Windows Nutzern durch das typische Hintergrundbild der berühmten Karstlandschaft bekannt sein. Aber auch jeder Chinese kennt diese Landschaft, ist sie doch auch auf der 20 Yuan Banknote abgebildet. Eine Bootsfahrt auf dem Li Fluss von Guilin nach Yangshuo ist daher Pflichtprogramm und wir genießen wirklich jeden Moment. Wir fühlen uns zwischen diesen wie überdimensionalen Kieselsteine aus der sonst platten Landschaft heraus wachsenden Bergen wie Zwerge im Land der Elfen.
Beim Mittagessen kommen wir allerdings mit den 'besonderen' Essgewohnheiten dieser Region Chinas in Kontakt und finden auf der Speisekarte, neben Schildkröte und Schlange, auch Miezekatze! Damit hätte sich das planlose probieren vom Stand am Straßenrand für uns erledigt! ;-)
Überhaupt tun wir uns schwer etwas Essbares auszusuchen, da alles in Chinesisch beschrieben ist oder die bebilderte Speisekarte nicht zum Schlemmen einlädt.

Nach den angenehmen Temperaturen im Süden geht es weiter ins kalte Peking.
Dank unserer chinesisch-schwäbischen Expat-Freunde Agnes und Marc, welche uns für sechs Tage in ihrer wunderschönen Vollservice-Wohnung im 30. Stockwerk mit Blick über Peking aufnehmen und uns ganz sanft in die chinesische Kultur einführen, fällt die Akklimatisierung nicht ganz so abrupt aus.
Zwar werden wir direkt am Flughafen mit dem obligatorischen Spucken neben das Gepäckband begrüßt, doch wir hoffen auf einen Einzelfall und freuen uns sehr darauf Peking zu entdecken. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass zur Olympiade 2008 in Peking nicht nur die Sportler trainiert wurden. Auch die Bewohner der Stadt wurden in internationalen Umgangsformen trainiert und sollten fortan mit einigen der für uns skurrilen Traditionen brechen - soviel zur Theorie.
Agnes und Marc hatten schon in Kambodscha und Australien die gemeinsamen Abende mit lustigen Anekdoten aus China versüßt, doch jetzt kommen wir tatsächlich selbst in den Genuss die kulturellen Besonderheiten mit eigenen Augen zu bestaunen und diese teilweise am eigenen Körper zu erfahren.
Zu Chinas wohl größtem Teamsport zählt das gemeinschaftliche Drängeln. Denn, auch wenn dies nicht im Ansatz nötig ist, es wird leidenschaftlich gedrängelt. Beispielsweise beobachten wir, wie ein komplett leerer Bus anhält, in den 18 Personen einsteigen wollen. An der Bushaltestelle stehen diese 18 noch brav in einer klar erkennbaren Reihe. Die Lektion "Reihenbildung" wurde also gelernt. Doch dann öffnet sich die Bustür und es scheint der Raum dahinter in der Wahrnehmung der Chinesen wundersam zu schrumpfen. Denn sobald sich die Türen öffnen, stürzen sie alle gleichzeitig auf den Eingang zu als ginge es um Leben und Tod, als wäre der Bus nun schon nahezu vollbesetzt und führe direkt ins Nirvana. Es wird derart geschubst und gedrückt, dass wir befürchten es könnte zu einer Schlägerei kommen. Aber nein, man wird nicht etwa laut oder ungehalten, der intensive Körperkontakt gehört zum Volkssport einfach dazu. ;-)
Gleiches gilt natürlich beim aus- und einsteigen in U-Bahnen. Wer nicht schnell genug raus flitzt, wird von den entgegenkommenden Massen wieder in die Bahn gedrückt. Da helfen auch deutliche Hinweise am Boden, dass man erst aussteigen lassen soll, nicht weiter. Man muss also einfach mitmachen, sonst geht man in der Menschenmasse unter.
Bemerkenswert sind auch die häufigen Hinweisschilder und Informationsfilmchen in der U-Bahn, man solle bitte NICHT die Notbremse ziehen, wenn man die Haltestelle verpasst hat. Einfach an der nächsten aussteigen und zurück fahren. Ja, ja, die mit Wucht von der Regierung vorangetrieben Urbanisierung Chinas hat einige ehemalige Bauern in die moderne Großstadt gebeamt, ohne ihnen ausreichend Zeit für die Anpassung zu geben. Vermutlich rühren daher einige der für uns so spannenden Situationen im urbanen Zusammenleben der Chinesen.
Vom Straßenverkehr ganz zu schweigen! Hier ist die oft fehlende Spurtreue augenscheinlich und die Geschwindigkeiten moderner Kleinkraftwägen scheint für Chinesen übertrieben. So wird die Fahrt auf den überdimensionierten Autobahnen des Öfteren durch ein in der Mitte zweier Fahrspuren mit 45 km/h dahin schleichender Neuwagen plötzlich abgebremst. Unsere Freunde, die sich nach einjähriger Beobachtung mittlerweile selbst hinters Steuer trauen, bewegen sich dennoch sehr souverän durch den Straßenverkehr. Läßt sich nur hoffen, dass beide die Mentalitätsanpassung zurück in Deutschland auch wieder erfolgreich meistern, denn die in China so hilfreiche "Dauerhupe" könnte in Stuttgart missverstanden werden.
Peking ist ansonsten sehr vielseitig. Vieles ist nagelneu und modern. Doch anders als im glitzernden Shanghai mit seinen verspiegelten Hochhäusern findet man auch noch das pittoreske, traditionelle Peking. Denn Dank unserer Freunde kommen wir auch in die eher untouristischen Gebiete und erleben neben dem modernen Peking mit zahllosen Hochhäusern, auch Gegenden mit kleinen individuellen Läden, Ausgehviertel mit vor-Ort gebrautem Bier und die traditionellen Hutongs mit kleinen privat geführten Gemüse- und Lebensmittelläden; so wie wir uns Peking eben vorgestellt haben.

Bei blauem Himmel und klarer Luft durchstreifen wird die wunderbare "Verbotene Stadt", die jährlich von 9 Mio. Touristen besucht wird. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt – was den Namen Verbotene Stadt erklärt. Sie stellt ein Meisterwerk der chinesischen Architektur dar. Ihre Anlage entsprach der Weltsicht der kaiserlichen Herrscher: ein annähernd rechtwinkliger Grundriss – ausgerichtet an der Nord-Süd-Achse – und die Verbotene Stadt als Machtsymbol des Kaisers in der Mitte. In ihr befanden sich unter anderem die Paläste der Herrscher.
Die Verbotene Stadt besteht aus einem äusseren und inneren Hof. Zum inneren Hof hatten nur die Kaiserfamilien und ihre Bediensteten Zutritt. Der wichtigste Raum im äusseren Hof und gleichzeitig der gesamten Anlage ist die Halle der höchsten Harmonie. Sie wurde 1420 erbaut, umfasst eine Fläche vom 2400 m² und ist mit 36,57 Metern der höchste Palast in der Anlage. Höher durfte während der Regentschaft der Kaiser kein Gebäude in Peking sein.
Vor dem Palast der höchsten Harmonie befindet sich eine Steinplatte, der so genannte Kaiserweg . Diese mit Steinreliefs verzierte Platte hat eine Fläche von mehr als 50 m² und ein Gewicht von 239 Tonnen! Zum 50 km langen Transport dieser riesigen Platte wartete man auf den Winter, baute dann alle 500 Meter einen Brunnen und legte in der Kälte eine Eisschiene an. Mit dieser rutschigen Unterlage war der Transport in 28 Tagen zu schaffen. Trotzdem benötigte man insgesamt rund 20‘000 Arbeiter, um die Platte überhaupt auf dieser Strecke zu bewegen.
Vom Platz des Himmlischen Friedens oder auch Tian'anmen-Platz aus gelangt man direkt zum Palast und wird dort von einem riesigem Porträt von Mao Zedong begrüßt. Sein Mausoleum befindet sich an zentraler Stelle auf dem Platz. Er war bis in die 1970er Jahre an der Macht und ist der führende kommunistische Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert. Noch immer wird er offiziell sehr verehrt, dementsprechend häufig abgebildet und soll damit ein treuer Reisebegleiter auf unserer Reise durch China werden.
Doch zurück zum Tian'anmen-Platz, dieser ist der zentrale Ort in der chinesischen Hauptstadt und Schauplatz vieler politischer Veranstaltungen. Uns war der Platz vor allem auch dadurch bekannt, dass hier die chinesische Regierung im Jahr 1989 Kundgebungen der Demokratiebewegung blutig niederschlagen ließ. Dabei kamen tausende Menschen ums Leben.
Und auch heute noch wird der Platz zur Demonstration einzelner gegen die chinesische Regierung medienwirksam genutzt. Die strengen Sicherheitskontrollen und die allgegenwärtigen Feuerlöscher lassen in uns den Verdacht aufkommen, dass es hier tatsächlich noch zu Selbstverbrennungen kommen könnte. Schlimm! Dennoch ist der Tian'anmen-Platz mit den ihn umgebenden Großbauten der Regierung, Museum und der Verbotenen Stadt ein guter Ort um sich in die Stadt und Land einzufühlen. Wir nehmen uns entsprechend Zeit und die Erhabenheit und Weite dieser Machtdemonstration in Stein bleibt nicht ohne Wirkung.

Diese macht sich auch beim nächsten kühlen Ausflug sehr bezahlt, es geht auf zur "Große Mauer". Die Chinesische Mauer ist das größte Bauwerk der Erde. Deren Anblick und Dimension ist unbeschreiblich und es ist schwer vorstellbar, dass das Bauwerk hinter dem weiten Horizont tatsächlich noch weiter gehen soll! Die Gesamtlänge beträgt nach neuen Berechnungen fast 9000 km. Zum Vergleich: Deutschland kommt auf eine Grenzlänge von 3700 km. Die chinesische Mauer würde also mehr als zweimal um ganz Deutschland gehen. Der Anteil der Hauptmauer kommt immer noch auf 2400 km, wenn man lose stehende Mauerstücke nicht berücksichtigt. Denn manche Abschnitte sind nicht miteinander verbunden. Heute sind von der Großen Mauer Chinas noch etwas mehr also 500 km in sehr guten Zustand. Der Rest ist durch die Natur bereits beschädigt worden.
Insgesamt wurde fast 2.000 Jahre an dieser Festungsanlage gebaut - bis in das 17. Jahrhundert hinein! Und diese Dauer ist, neben den schieren Abmessungen, für uns das Herausragendste. Welche Gesellschaft, welche Regierung, welche Mentalität ist von Nöten, um über solch einen langen Zeitraum an einer Idee, an einem Bauwerk zu arbeiten. In der heutigen schnelllebigen Zeit unvorstellbar und äußerst imposant!
Da wir am chinesischen Silvestertag die Mauer besuchen und somit alle Chinesen in den Vorbereitungen für dieses Fest stecken, sind wir wirklich alleine. Keine Touristengruppen oder Verkäufer stören die wunderbare Szenerie und so genießen wir die Ruhe und den eindrucksvollen Anblick.

Wir sind zur rechten Zeit in China, denn das Land feiert am 9.Februar Chinese New Year und so erleben wir die Feierlichkeiten hautnah, oder besser mit Augen und Ohren.
Das ganze Land ist geschmückt mit zahlreichen Lampions und Papierbändern, meist rot gefärbt, sowie mit durch allerlei Neujahrssprüchen beschriftet. Rot steht in China für Glück, Freude und Wohlstand. Das ganze Land (1400 Mio.) ist auf dem Weg zur Familie, die Läden sind geschlossen und die Wirtschaft steht still.
Mit dem Chinese New Year (CNY) Abend beginnt in China ein 14-tägiger Ausnahmezustand.
Schon gegen 21 Uhr können es die ersten nicht mehr aushalten und starten Raketen und zünden Bombenschläge. Ab 23:30 Uhr setzt dann das riesige Feuerwerk ein und hält bis spät in den nächsten Morgen an. Es ist wirklich ein atemberaubendes Spektakel. Gemeinsam mit Agnes, Marc und anderen Freunden genießen wir den bunten und lauten Zauber hoch oben im Expat-Hochhaus und können uns kaum vom Fenster abwenden. Unfassbar welche Mengen da in den hell erleuchteten Nachthimmel geschossen werden.
Aber nicht nur bunt muss es sein, sondern auch richtig laut. Und so werden hier 5000(!) Schuss Chinaböller an einer Kette in wenigen Sekunden verschossen. Solche Feuerwerkskörper und Böller sind in Deutschland vermutlich gar nicht für den Privatgebrauch zugelassen.
Die nächsten Nächte geht das bunte und laute Treiben munter weiter und gelegentlich garantieren nur Ohropax eine geruhsame Nacht. Die Feierlichkeiten begleiten uns die kommenden 15 Tage und enden erst mit dem Laternenfest am 24.Februar.
Schließlich geht unsere Reise durch China weiter Richtung Westen über Datong bis nach Pingyao. Noch immer befinden wir uns in der wundervollen Obhut unserer Freunde und fühlen uns hier sehr wohl. Wir werden im Mercedes durch das Land chauffiert, in die hervorragende Küche Chinas eingeführt und sind sehr froh über deren Chinesischkenntnisse, ohne die wir oftmals aufgeschmissen wären.
Pingyao begrüßt uns total verschneit, aber mit Sonnenschein. Die Stadt zählt zum Unesco Weltkulturerbe und wirkt wie ein Guckloch in eine vergangene Zeit. Die kleine Handelsstadt sieht heute wohl noch so aus wie vor 300 Jahren. Hier wurde die erste Bank Chinas gegründet und die Zeit scheint still gestanden zu haben.
Im Schatten einer hohen, mehr als sechs Kilometer langen Stadtmauer, besteht das Zentrum aus einem Wirrwarr kleiner Gassen und es ducken sich ein- und zweistöckige schwarze Ziegelhäuser eng nebeneinander. Nur die bunten Dächer der Tempel stechen hervor.

Auf unserer Tour durchs ländliche China entdecken wir mehr und mehr ungewöhnliche Eigenarten und amüsieren uns sehr, als wir morgens beim Frühstück die einzigen zu sein scheinen, die nicht im Schlafanzug erscheinen.
Der Chinese zeigt damit nämlich, dass er sich im Hotel wie Zuhause fühlt.
Ebenso fällt uns das für uns unangebrachte Benehmen in der Öffentlichkeit mehr und mehr auf und wir können unsere Verwunderung nur schwer verbergen. Im Klartext heißt das: es wird überall geschmatzt, gerülpst, gespuckt, gepupst und geschnieft und das ohne jegliche Scham. Was raus muss, muss raus und so sind wir mehr als einmal völlig fassungslos über den Umgang mit diversen Körpergeräuschen.
Schließlich sind wir irgendwann auf uns allein gestellt und ohne Agnes und Marc machen uns auf ins touristische Xi'an.
Hier steht natürlich die Grabanlage der sog. Terrakotta Armee auf dem Programm. Diese bedeutende Ausgrabungsstätte besuchen wir leider gemeinsam mit geschätzten 1 Millionen Chinesen, welche sich auch gerade hier in den Silvesterferien befinden.
Die Anlage wurde zwischen den Jahren 246 bis 208 v.Chr. geschaffen. Die Entdeckung der Grabanlage geschah rein zufällig 1974, als chinesische Bauern dort versuchten, einen Brunnen zu bohren. Am 29. März 1974 stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. Bei einer Tiefe von vier Metern kamen die ersten Tonstücke zutage und der Rest ist eine der spannendsten Entdeckungsgeschichten der jüngeren Vergangenheit.
Die heute sichtbare Terrakotta Armee, welche sich auf drei Gruben verteilt, besteht aus 7.278 lebensgroßen Soldaten, deren Pferde und Kriegswagen. Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit. Die Armee bewacht symbolisch das Grab des ersten Kaisers von China, dem Emperator Qin Shi Huang. Vielen der steinernen Soldaten wurde eine echte Waffe mitgegeben, damit sie dem Kaiser im Jenseits in den Kampf würden folgen können.
Bemerkenswert ist, dass alle diese Figuren individuell gestaltet sind, also keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Bis heute ist erst etwa ein Viertel der gesamten Anlage komplett freigelegt. Der Grabhügel selbst ist noch unangetastet.
Leider ist die Anlage so voll mit chinesischen Touristen die ebenfalls ihr Land erkunden, dass wir gar nicht richtig an die Ausstellungsstücke ran kommen und uns der genaue Einblick und damit der mystische Zauber verwehrt bleibt. :-(
Wir entscheiden uns daher am nächsten Tag für einen Besuch des etwas weniger bekannten Grab von Han Jingdi. Anfang der 1990er Jahre legte man dort 24 Gruben frei, in denen sagenhafte 40.000 Tonfiguren gefunden wurden. Im Unterschied zur Terrakotta Armee von Qin sind sie nur ca. 62 cm hoch. Die Gruben haben aber eine Grundfläche von 96.000 Quadratmetern und damit das Fünffache der Standfläche der Terrakotta Armee des Ersten Kaisers von China. Da hier nicht nur Soldaten nebst militärischem Gerät begraben wurde, sondern eine komplette Nachbildung des kaiserlichen Haus- und Hofstand, ist der Besuch wie eine Zeitreise in die Han-Dynastie (188-141 v.Chr.). Selbst Tausende Nutztiere, wie Schafe, Ziegen, Schweine und Rinder, wurden aus Terrakotta miniaturisiert nachgebildet und begraben. Dies damit dem Kaiser im Jenseits auch eine standesgemäße Verpflegung zuteil werden konnte, welche in der ebenfalls bestatteten Küche nebst Töpfen und Hausrat zubereitet werden kann. Einfach toll, mit wie viel Liebe zum Detail dort alles Nötige für das kaiserliche Leben Jenseits nachgebastelt wurde.
Anscheinend ist dieses Grab von den chinesischen Touristen weitgehend unentdeckt und so haben wir hier stundenlang Zeit das dargebotene in Ruhe zu erkunden. Bezaubernd und in jedem Fall einen Besuch wert.

Außerhalb Pekings, vor allem in den ländlichen Regionen im Reich der Mitte, sind wir wegen unserem so andersartigen Aussehen oft eine Attraktion und werden neugierig beäugt. Kinder rennen aufgeregt zu ihren Eltern, wenn sie uns sehen, um dann mit dem Finger auf uns zu zeigen. Man merkt, dass es hier wenige "Langnasen" gibt und wir scheinen immer noch exotisch.
Aber auch die Erwachsenen zeigen auf uns und erklären ihren Kindern dann wohl, um welche Rasse es sich handelt. Vielleicht sagen sie ja: "Mein Kind dass sind Europäer, die sehen so aus, hab keine Angst!" ;-)) Wir wünschten wir könnten Chinesisch, denn mit der Kommunikation ist es wirklich schwierig! Wenn wir länger wo stehen bleiben, bilden sich gelegentlich Menschentrauben, wir werden fotografiert oder einfach angelächelt. Lustiges und sympathisches Gefühl, denn es wurde niemals so unangenehm wie es beispielsweise in Indien manchmal der Fall war. Überhaupt sind die Chinesen freundlich und stets bemüht uns irgendwie zu verstehen, da wir aufgrund der grossen Schrift- und Sprachbarriere doch des Öfteren an unsere Grenzen geraten.
Weiter geht es nach Chengdu, das bekannt ist für die Pandabären Aufzuchtstation -Gott sind diese Tiere putzig- und die größte Steinfigur der Welt.
Ca. 160km südlich von Chengdu befindet sich der, von der UNESCO geschützte größte Buddah der Erde. Es handelt sich hierbei um ein 71 Meter hohes Abbild der sitzenden Gottheit, welche im Jahre 713 von einem Mönch in Auftrag gegeben wurde und 90 Jahre Bauzeit benötigte. Sie ist 28 Meter breit und 71 Meter hoch. Auf seinem Scheitel gibt es 1.021 schneckenförmige Haarknoten, und auf jedem Knoten könnte ein großer Tisch Platz finden. Allein die Ohren des Buddhas sind 7 Meter lang.
Auch hier sind wir wieder die einzigen Langnasen zwischen den vielen Chinesen. China scheint noch nicht gänzlich von der touristischen Außenwelt erobert, denn die Chinesen entdecken hier noch das eigene Land und auch oft nur in der Reisegruppe mit beflaggtem Führer vorneweg.

Unsere Reise endet schließlich im glitzernden und ultramodernen Shanghai und wird gekrönt vom dortigen Laternenfest, bei dem sich Chinesen wieder mal durch ihre Affinität zu engem Körperkontakt auszeichnet. Ja, es geht voll zu und so schieben wir uns Zentimeter für Zentimeter durch die Masse und hoffen das eine Panik ausbleibt. Von den Laternen sehen wir nur wenig, da der Andrang einfach zu groß ist. Aber ein einzigartiges Erlebnis war's allemal.
Die für uns größte Kuriosität Chinas erleben wir im People's Park in Shanghai eher zufällig.
Da man in China ab einem Lebensalter von etwa 25 als schwer vermittelbar gilt und die Familie mit der ausstehenden Partnerwahl im allgemeinen sehr unzufrieden ist, vertraut man auf den Hochzeitsmarkt. Aber nicht die überreifen Singles suchen hier in aller Öffentlichkeit einen geeigneten Partner. Nein, die Eltern übernehmen diese Aufgabe und treffen sich allsonntäglich im Park zur gegenseitigen Kinderschau.
Ausgestattet mit einem Schild mit den wichtigsten Daten der Kinder pilgern die Eltern durchs Gewirr. Es wird verglichen, angepriesen und inspiziert. Man beschränkt sich dabei bei den Persönlichkeitsmerkmalen des glücklosen Nachwuchs tatsächlich auf das Wesentliche wie Alter, Einkommen, Größe und Gewicht - Fotos gibt es wohl erst im nächsten Schritt. Es herrscht reges Treiben und wir kommen mit einem Mann in Kontakt der lange Listen über die Alleinstehenden der Stadt führt. Um ihn scharen sich die Eltern und blättern in den Steckbriefen von vorn nach hinten und wieder zurück. Irgendwo muss er doch sein, der perfekte Partner für Sohn oder Tochter. Der Kuppler erklärt uns er helfe den Leuten jemanden zum Heiraten zu finden und jeder könne bei ihm die Daten der Kinder abgeben. Die Kinder haben übrigens oft vom Treiben der Eltern (offiziell) keinen Schimmer. Beim gegenseitigen Übereinkommen der Eltern wird eine Art zufälliges Treffen arrangiert oder mittels einer Ausrede alla: "ich habe letztens einen bekannten getroffen, dessen Sohn/Tochter..." eine Begegnung inszeniert.
Wie hoch dabei allerdings die Erfolgsrate ist, entzieht sich unserer Kenntnis, wäre aber äußerst interessant.

So ungewöhnlich viele Dinge für uns auch sind, so sympathisch sind manche.
Im Gegensatz zu Deutschland, wo das kurze Schläfchen am Arbeitsplatz eher verpönt ist, findet sich in China immer und überall eine Möglichkeit für ein Nickerchen. Ob bei Mc Donalds, am Ticketschalter oder im Souvenirgeschäft, überall wird rasch das eigene Schlafdeckchen ausgepackt und ein kurzes Nickerchen gehalten. Sehr sympathisch, findet Jochen! :-)
Ebenso sympathisch findet Christiane ein anderes Phänomen. Wir wundern uns, dass wir häufig Männer mit Frauenhandtaschen sehen. Dann erfahren wir, dass es in China als Zeichen der Liebe gilt, wenn die Frau dem Mann die Handtasche zum Hinterhertragen überlässt. Sehr interessant. :-)
Nach drei sehr (er)frischen(den) Wochen in China geht es nun endlich weiter ins warme und langersehnte Hawaii, wo wir die kommenden Wochen Südseefeeling genießen werden. Aloha....
Christiane und Jochen
P.s. Ein Tipp noch für die modebewussten Mädels.
Besorgt euch schnell große Brillen ohne Gläser. Dieses in China allgegenwärtige Accessoire (auch bei Erwachsenen) schwappt sicher auch irgendwann zu uns rüber ;-)). Schließlich hat es der furchtbare Bubbletea auch geschafft. Den Mundschutz brauchen wir bei unserer guten Luft hoffentlich nie!
Wir atmen erst mal tief durch und genießen die Ruhe und Ordnung bei einem guten Cappuccino. Phuuu geschafft. Die Hektik Indiens steckt uns zwar noch ganz schön in den Knochen, aber wir haben wenig Zeit und machen uns voller Erwartungen auf in die chinesische Großstadt.
Wobei Hong Kong eigentlich noch nicht (wirklich) chinesisch ist, sondern seit 1997 eine Sonderstellung in China inne hat. Diese gilt für 50 Jahre und erst dann gehört die Stadt vollständig zu China. In dieser Zeit gelten in Hong Kong andere Regelungen als auf dem Festland. Diese Autonomie erlaubt zwar eigene Gesetze, Zölle sowie eine eigene Währung und wir benötigen zur Einreise nach Hong Kong kein Visum, dennoch mischt sich die Regierung in Peking schon häufig in die Innenpolitik ein.
Zuvor war Hong Kong 99 Jahre lang britische Kronkolonie und noch heute sind die Einwohner Hong Kongs "not amused" wenn man sie als Chinesen bezeichnet. Viele sprechen gut Englisch, der Umgang miteinander ist westlich geprägt und die Stadt ist auf internationale Gäste gut vorbereitet.
Wir stürzen uns ins Getümmel, erkunden die ungewöhnlichen Speisen und wagen uns erstmals seit länger Zeit wieder, etwas von einer Garküche am Straßenrand zu essen. Wir sehen alle möglichen Arten getrockneter Meerestiere, gepresstes oder gebratenes Geflügel und können hier die Schwalbennester begutachten, die schon in Kalimantan bei uns für verständnisloses Kopfschütteln sorgten. (Zur Erinnerung: In Indonesien werden diese Schwalbennester in riesigen Betonhäuser geerntet, um dann in China ausgekocht als Delikatesse zu enden.)
Wir verbringen unsere Tage am Hafen bei der Bewunderung der Skyline, streifen durch die alten traditionellen Gassen und lassen uns vom hervorragenden Museum of Hong Kong in die Geschichte der Stadt einführen.
Ein Höhepunkt der Stadt ist "The Peak". Der 552 Meter hohe Berg gleich hinter Hongkongs Central District ist berühmt für seine spektakuläre Aussicht.
Hinauf fährt die Peak Tram, eine Standseilbahn die 1888 eröffnet wurde. Auf der 1365 Meter langen Strecke hat der steilste Abschnitt eine Steigung von 51% - festhalten! Den Blick auf Hong Kong von dort oben, sollte man nicht verpassen. Wir genießen den Sonnenuntergang und erfreuen uns dann am erstrahlen der üppig bunten Illuminierung der vielen Hochhäuser.
Durch Hong Kong verwöhnt, freuen wir uns sehr auf den Rest von China.
Unsere erste Station auf dem chinesischen Festland soll Guilin sein. Guilin ist eine für chinesische Verhältnisse kleine Stadt mit 5 Mio. Einwohnern im Südosten Chinas. Die Stadt am Ufer des Li Fluss bzw. deren Umgebung sollte den aufmerksamen Microsoft Windows Nutzern durch das typische Hintergrundbild der berühmten Karstlandschaft bekannt sein. Aber auch jeder Chinese kennt diese Landschaft, ist sie doch auch auf der 20 Yuan Banknote abgebildet. Eine Bootsfahrt auf dem Li Fluss von Guilin nach Yangshuo ist daher Pflichtprogramm und wir genießen wirklich jeden Moment. Wir fühlen uns zwischen diesen wie überdimensionalen Kieselsteine aus der sonst platten Landschaft heraus wachsenden Bergen wie Zwerge im Land der Elfen.
Beim Mittagessen kommen wir allerdings mit den 'besonderen' Essgewohnheiten dieser Region Chinas in Kontakt und finden auf der Speisekarte, neben Schildkröte und Schlange, auch Miezekatze! Damit hätte sich das planlose probieren vom Stand am Straßenrand für uns erledigt! ;-)
Überhaupt tun wir uns schwer etwas Essbares auszusuchen, da alles in Chinesisch beschrieben ist oder die bebilderte Speisekarte nicht zum Schlemmen einlädt.
Nach den angenehmen Temperaturen im Süden geht es weiter ins kalte Peking.
Dank unserer chinesisch-schwäbischen Expat-Freunde Agnes und Marc, welche uns für sechs Tage in ihrer wunderschönen Vollservice-Wohnung im 30. Stockwerk mit Blick über Peking aufnehmen und uns ganz sanft in die chinesische Kultur einführen, fällt die Akklimatisierung nicht ganz so abrupt aus.
Zwar werden wir direkt am Flughafen mit dem obligatorischen Spucken neben das Gepäckband begrüßt, doch wir hoffen auf einen Einzelfall und freuen uns sehr darauf Peking zu entdecken. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass zur Olympiade 2008 in Peking nicht nur die Sportler trainiert wurden. Auch die Bewohner der Stadt wurden in internationalen Umgangsformen trainiert und sollten fortan mit einigen der für uns skurrilen Traditionen brechen - soviel zur Theorie.
Agnes und Marc hatten schon in Kambodscha und Australien die gemeinsamen Abende mit lustigen Anekdoten aus China versüßt, doch jetzt kommen wir tatsächlich selbst in den Genuss die kulturellen Besonderheiten mit eigenen Augen zu bestaunen und diese teilweise am eigenen Körper zu erfahren.
Zu Chinas wohl größtem Teamsport zählt das gemeinschaftliche Drängeln. Denn, auch wenn dies nicht im Ansatz nötig ist, es wird leidenschaftlich gedrängelt. Beispielsweise beobachten wir, wie ein komplett leerer Bus anhält, in den 18 Personen einsteigen wollen. An der Bushaltestelle stehen diese 18 noch brav in einer klar erkennbaren Reihe. Die Lektion "Reihenbildung" wurde also gelernt. Doch dann öffnet sich die Bustür und es scheint der Raum dahinter in der Wahrnehmung der Chinesen wundersam zu schrumpfen. Denn sobald sich die Türen öffnen, stürzen sie alle gleichzeitig auf den Eingang zu als ginge es um Leben und Tod, als wäre der Bus nun schon nahezu vollbesetzt und führe direkt ins Nirvana. Es wird derart geschubst und gedrückt, dass wir befürchten es könnte zu einer Schlägerei kommen. Aber nein, man wird nicht etwa laut oder ungehalten, der intensive Körperkontakt gehört zum Volkssport einfach dazu. ;-)
Gleiches gilt natürlich beim aus- und einsteigen in U-Bahnen. Wer nicht schnell genug raus flitzt, wird von den entgegenkommenden Massen wieder in die Bahn gedrückt. Da helfen auch deutliche Hinweise am Boden, dass man erst aussteigen lassen soll, nicht weiter. Man muss also einfach mitmachen, sonst geht man in der Menschenmasse unter.
Bemerkenswert sind auch die häufigen Hinweisschilder und Informationsfilmchen in der U-Bahn, man solle bitte NICHT die Notbremse ziehen, wenn man die Haltestelle verpasst hat. Einfach an der nächsten aussteigen und zurück fahren. Ja, ja, die mit Wucht von der Regierung vorangetrieben Urbanisierung Chinas hat einige ehemalige Bauern in die moderne Großstadt gebeamt, ohne ihnen ausreichend Zeit für die Anpassung zu geben. Vermutlich rühren daher einige der für uns so spannenden Situationen im urbanen Zusammenleben der Chinesen.
Vom Straßenverkehr ganz zu schweigen! Hier ist die oft fehlende Spurtreue augenscheinlich und die Geschwindigkeiten moderner Kleinkraftwägen scheint für Chinesen übertrieben. So wird die Fahrt auf den überdimensionierten Autobahnen des Öfteren durch ein in der Mitte zweier Fahrspuren mit 45 km/h dahin schleichender Neuwagen plötzlich abgebremst. Unsere Freunde, die sich nach einjähriger Beobachtung mittlerweile selbst hinters Steuer trauen, bewegen sich dennoch sehr souverän durch den Straßenverkehr. Läßt sich nur hoffen, dass beide die Mentalitätsanpassung zurück in Deutschland auch wieder erfolgreich meistern, denn die in China so hilfreiche "Dauerhupe" könnte in Stuttgart missverstanden werden.
Peking ist ansonsten sehr vielseitig. Vieles ist nagelneu und modern. Doch anders als im glitzernden Shanghai mit seinen verspiegelten Hochhäusern findet man auch noch das pittoreske, traditionelle Peking. Denn Dank unserer Freunde kommen wir auch in die eher untouristischen Gebiete und erleben neben dem modernen Peking mit zahllosen Hochhäusern, auch Gegenden mit kleinen individuellen Läden, Ausgehviertel mit vor-Ort gebrautem Bier und die traditionellen Hutongs mit kleinen privat geführten Gemüse- und Lebensmittelläden; so wie wir uns Peking eben vorgestellt haben.
Bei blauem Himmel und klarer Luft durchstreifen wird die wunderbare "Verbotene Stadt", die jährlich von 9 Mio. Touristen besucht wird. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt – was den Namen Verbotene Stadt erklärt. Sie stellt ein Meisterwerk der chinesischen Architektur dar. Ihre Anlage entsprach der Weltsicht der kaiserlichen Herrscher: ein annähernd rechtwinkliger Grundriss – ausgerichtet an der Nord-Süd-Achse – und die Verbotene Stadt als Machtsymbol des Kaisers in der Mitte. In ihr befanden sich unter anderem die Paläste der Herrscher.
Die Verbotene Stadt besteht aus einem äusseren und inneren Hof. Zum inneren Hof hatten nur die Kaiserfamilien und ihre Bediensteten Zutritt. Der wichtigste Raum im äusseren Hof und gleichzeitig der gesamten Anlage ist die Halle der höchsten Harmonie. Sie wurde 1420 erbaut, umfasst eine Fläche vom 2400 m² und ist mit 36,57 Metern der höchste Palast in der Anlage. Höher durfte während der Regentschaft der Kaiser kein Gebäude in Peking sein.
Vor dem Palast der höchsten Harmonie befindet sich eine Steinplatte, der so genannte Kaiserweg . Diese mit Steinreliefs verzierte Platte hat eine Fläche von mehr als 50 m² und ein Gewicht von 239 Tonnen! Zum 50 km langen Transport dieser riesigen Platte wartete man auf den Winter, baute dann alle 500 Meter einen Brunnen und legte in der Kälte eine Eisschiene an. Mit dieser rutschigen Unterlage war der Transport in 28 Tagen zu schaffen. Trotzdem benötigte man insgesamt rund 20‘000 Arbeiter, um die Platte überhaupt auf dieser Strecke zu bewegen.
Vom Platz des Himmlischen Friedens oder auch Tian'anmen-Platz aus gelangt man direkt zum Palast und wird dort von einem riesigem Porträt von Mao Zedong begrüßt. Sein Mausoleum befindet sich an zentraler Stelle auf dem Platz. Er war bis in die 1970er Jahre an der Macht und ist der führende kommunistische Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert. Noch immer wird er offiziell sehr verehrt, dementsprechend häufig abgebildet und soll damit ein treuer Reisebegleiter auf unserer Reise durch China werden.
Doch zurück zum Tian'anmen-Platz, dieser ist der zentrale Ort in der chinesischen Hauptstadt und Schauplatz vieler politischer Veranstaltungen. Uns war der Platz vor allem auch dadurch bekannt, dass hier die chinesische Regierung im Jahr 1989 Kundgebungen der Demokratiebewegung blutig niederschlagen ließ. Dabei kamen tausende Menschen ums Leben.
Und auch heute noch wird der Platz zur Demonstration einzelner gegen die chinesische Regierung medienwirksam genutzt. Die strengen Sicherheitskontrollen und die allgegenwärtigen Feuerlöscher lassen in uns den Verdacht aufkommen, dass es hier tatsächlich noch zu Selbstverbrennungen kommen könnte. Schlimm! Dennoch ist der Tian'anmen-Platz mit den ihn umgebenden Großbauten der Regierung, Museum und der Verbotenen Stadt ein guter Ort um sich in die Stadt und Land einzufühlen. Wir nehmen uns entsprechend Zeit und die Erhabenheit und Weite dieser Machtdemonstration in Stein bleibt nicht ohne Wirkung.
Doch bei Minus 10 Grad verlangt uns der Besuch nicht nur emotional viel ab. Wir stellen schnell fest, dass wir auf diese kalten Temperaturen nicht vorbereitet sind. Also auf zum viel angepriesenen Fake-Markt, das Shoppingparadies der Touristen. In dieser, selbst im Reiseführer schamlos aufgeführten Shoppingmall, findet man alle Markenartikel, die das westliche Herz begehrt. Die Chinesen sind nicht grundlos für ihrer handwerklichen Fähigkeiten im Fälschen von Markenwaren berühmt und berüchtigt. Und wir sind wirklich verblüfft und geschockt zugleich, was hier alles angeboten wird. Vom Zubehör für das neuste iPhone, über Luxuswaren der Modemarken und Sportbekleidung aller Art, bis hin zur vermeintlichen Schweizer Uhr, vieles lässt sich hier sehr günstig erstehen. Wenn man dann noch bedenkt, dass auch unsere "echten" Markenklamotten oft "Made in China" sind, liegt der Verdacht nahe, dass es sich beim ein oder anderen Stück um Produkte aus der "Nachtschicht" handeln könnte. Gut gemacht sind sie auf jeden Fall und oft genug können wir keinen Unterschied feststellen.
Doch auch dank unserer Gepäckbeschränkung halten wir uns zurück und kaufen nur eine günstige Thermohose und Daunenjacke. Diese macht sich auch beim nächsten kühlen Ausflug sehr bezahlt, es geht auf zur "Große Mauer". Die Chinesische Mauer ist das größte Bauwerk der Erde. Deren Anblick und Dimension ist unbeschreiblich und es ist schwer vorstellbar, dass das Bauwerk hinter dem weiten Horizont tatsächlich noch weiter gehen soll! Die Gesamtlänge beträgt nach neuen Berechnungen fast 9000 km. Zum Vergleich: Deutschland kommt auf eine Grenzlänge von 3700 km. Die chinesische Mauer würde also mehr als zweimal um ganz Deutschland gehen. Der Anteil der Hauptmauer kommt immer noch auf 2400 km, wenn man lose stehende Mauerstücke nicht berücksichtigt. Denn manche Abschnitte sind nicht miteinander verbunden. Heute sind von der Großen Mauer Chinas noch etwas mehr also 500 km in sehr guten Zustand. Der Rest ist durch die Natur bereits beschädigt worden.
Insgesamt wurde fast 2.000 Jahre an dieser Festungsanlage gebaut - bis in das 17. Jahrhundert hinein! Und diese Dauer ist, neben den schieren Abmessungen, für uns das Herausragendste. Welche Gesellschaft, welche Regierung, welche Mentalität ist von Nöten, um über solch einen langen Zeitraum an einer Idee, an einem Bauwerk zu arbeiten. In der heutigen schnelllebigen Zeit unvorstellbar und äußerst imposant!
Da wir am chinesischen Silvestertag die Mauer besuchen und somit alle Chinesen in den Vorbereitungen für dieses Fest stecken, sind wir wirklich alleine. Keine Touristengruppen oder Verkäufer stören die wunderbare Szenerie und so genießen wir die Ruhe und den eindrucksvollen Anblick.
Das ganze Land ist geschmückt mit zahlreichen Lampions und Papierbändern, meist rot gefärbt, sowie mit durch allerlei Neujahrssprüchen beschriftet. Rot steht in China für Glück, Freude und Wohlstand. Das ganze Land (1400 Mio.) ist auf dem Weg zur Familie, die Läden sind geschlossen und die Wirtschaft steht still.
Mit dem Chinese New Year (CNY) Abend beginnt in China ein 14-tägiger Ausnahmezustand.
Schon gegen 21 Uhr können es die ersten nicht mehr aushalten und starten Raketen und zünden Bombenschläge. Ab 23:30 Uhr setzt dann das riesige Feuerwerk ein und hält bis spät in den nächsten Morgen an. Es ist wirklich ein atemberaubendes Spektakel. Gemeinsam mit Agnes, Marc und anderen Freunden genießen wir den bunten und lauten Zauber hoch oben im Expat-Hochhaus und können uns kaum vom Fenster abwenden. Unfassbar welche Mengen da in den hell erleuchteten Nachthimmel geschossen werden.
Aber nicht nur bunt muss es sein, sondern auch richtig laut. Und so werden hier 5000(!) Schuss Chinaböller an einer Kette in wenigen Sekunden verschossen. Solche Feuerwerkskörper und Böller sind in Deutschland vermutlich gar nicht für den Privatgebrauch zugelassen.
Die nächsten Nächte geht das bunte und laute Treiben munter weiter und gelegentlich garantieren nur Ohropax eine geruhsame Nacht. Die Feierlichkeiten begleiten uns die kommenden 15 Tage und enden erst mit dem Laternenfest am 24.Februar.
Schließlich geht unsere Reise durch China weiter Richtung Westen über Datong bis nach Pingyao. Noch immer befinden wir uns in der wundervollen Obhut unserer Freunde und fühlen uns hier sehr wohl. Wir werden im Mercedes durch das Land chauffiert, in die hervorragende Küche Chinas eingeführt und sind sehr froh über deren Chinesischkenntnisse, ohne die wir oftmals aufgeschmissen wären.
Pingyao begrüßt uns total verschneit, aber mit Sonnenschein. Die Stadt zählt zum Unesco Weltkulturerbe und wirkt wie ein Guckloch in eine vergangene Zeit. Die kleine Handelsstadt sieht heute wohl noch so aus wie vor 300 Jahren. Hier wurde die erste Bank Chinas gegründet und die Zeit scheint still gestanden zu haben.
Im Schatten einer hohen, mehr als sechs Kilometer langen Stadtmauer, besteht das Zentrum aus einem Wirrwarr kleiner Gassen und es ducken sich ein- und zweistöckige schwarze Ziegelhäuser eng nebeneinander. Nur die bunten Dächer der Tempel stechen hervor.
Auf unserer Tour durchs ländliche China entdecken wir mehr und mehr ungewöhnliche Eigenarten und amüsieren uns sehr, als wir morgens beim Frühstück die einzigen zu sein scheinen, die nicht im Schlafanzug erscheinen.
Der Chinese zeigt damit nämlich, dass er sich im Hotel wie Zuhause fühlt.
Ebenso fällt uns das für uns unangebrachte Benehmen in der Öffentlichkeit mehr und mehr auf und wir können unsere Verwunderung nur schwer verbergen. Im Klartext heißt das: es wird überall geschmatzt, gerülpst, gespuckt, gepupst und geschnieft und das ohne jegliche Scham. Was raus muss, muss raus und so sind wir mehr als einmal völlig fassungslos über den Umgang mit diversen Körpergeräuschen.
Schließlich sind wir irgendwann auf uns allein gestellt und ohne Agnes und Marc machen uns auf ins touristische Xi'an.
Hier steht natürlich die Grabanlage der sog. Terrakotta Armee auf dem Programm. Diese bedeutende Ausgrabungsstätte besuchen wir leider gemeinsam mit geschätzten 1 Millionen Chinesen, welche sich auch gerade hier in den Silvesterferien befinden.
Die Anlage wurde zwischen den Jahren 246 bis 208 v.Chr. geschaffen. Die Entdeckung der Grabanlage geschah rein zufällig 1974, als chinesische Bauern dort versuchten, einen Brunnen zu bohren. Am 29. März 1974 stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. Bei einer Tiefe von vier Metern kamen die ersten Tonstücke zutage und der Rest ist eine der spannendsten Entdeckungsgeschichten der jüngeren Vergangenheit.
Die heute sichtbare Terrakotta Armee, welche sich auf drei Gruben verteilt, besteht aus 7.278 lebensgroßen Soldaten, deren Pferde und Kriegswagen. Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit. Die Armee bewacht symbolisch das Grab des ersten Kaisers von China, dem Emperator Qin Shi Huang. Vielen der steinernen Soldaten wurde eine echte Waffe mitgegeben, damit sie dem Kaiser im Jenseits in den Kampf würden folgen können.
Bemerkenswert ist, dass alle diese Figuren individuell gestaltet sind, also keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Bis heute ist erst etwa ein Viertel der gesamten Anlage komplett freigelegt. Der Grabhügel selbst ist noch unangetastet.
Leider ist die Anlage so voll mit chinesischen Touristen die ebenfalls ihr Land erkunden, dass wir gar nicht richtig an die Ausstellungsstücke ran kommen und uns der genaue Einblick und damit der mystische Zauber verwehrt bleibt. :-(
Wir entscheiden uns daher am nächsten Tag für einen Besuch des etwas weniger bekannten Grab von Han Jingdi. Anfang der 1990er Jahre legte man dort 24 Gruben frei, in denen sagenhafte 40.000 Tonfiguren gefunden wurden. Im Unterschied zur Terrakotta Armee von Qin sind sie nur ca. 62 cm hoch. Die Gruben haben aber eine Grundfläche von 96.000 Quadratmetern und damit das Fünffache der Standfläche der Terrakotta Armee des Ersten Kaisers von China. Da hier nicht nur Soldaten nebst militärischem Gerät begraben wurde, sondern eine komplette Nachbildung des kaiserlichen Haus- und Hofstand, ist der Besuch wie eine Zeitreise in die Han-Dynastie (188-141 v.Chr.). Selbst Tausende Nutztiere, wie Schafe, Ziegen, Schweine und Rinder, wurden aus Terrakotta miniaturisiert nachgebildet und begraben. Dies damit dem Kaiser im Jenseits auch eine standesgemäße Verpflegung zuteil werden konnte, welche in der ebenfalls bestatteten Küche nebst Töpfen und Hausrat zubereitet werden kann. Einfach toll, mit wie viel Liebe zum Detail dort alles Nötige für das kaiserliche Leben Jenseits nachgebastelt wurde.
Anscheinend ist dieses Grab von den chinesischen Touristen weitgehend unentdeckt und so haben wir hier stundenlang Zeit das dargebotene in Ruhe zu erkunden. Bezaubernd und in jedem Fall einen Besuch wert.
Außerhalb Pekings, vor allem in den ländlichen Regionen im Reich der Mitte, sind wir wegen unserem so andersartigen Aussehen oft eine Attraktion und werden neugierig beäugt. Kinder rennen aufgeregt zu ihren Eltern, wenn sie uns sehen, um dann mit dem Finger auf uns zu zeigen. Man merkt, dass es hier wenige "Langnasen" gibt und wir scheinen immer noch exotisch.
Aber auch die Erwachsenen zeigen auf uns und erklären ihren Kindern dann wohl, um welche Rasse es sich handelt. Vielleicht sagen sie ja: "Mein Kind dass sind Europäer, die sehen so aus, hab keine Angst!" ;-)) Wir wünschten wir könnten Chinesisch, denn mit der Kommunikation ist es wirklich schwierig! Wenn wir länger wo stehen bleiben, bilden sich gelegentlich Menschentrauben, wir werden fotografiert oder einfach angelächelt. Lustiges und sympathisches Gefühl, denn es wurde niemals so unangenehm wie es beispielsweise in Indien manchmal der Fall war. Überhaupt sind die Chinesen freundlich und stets bemüht uns irgendwie zu verstehen, da wir aufgrund der grossen Schrift- und Sprachbarriere doch des Öfteren an unsere Grenzen geraten.
Weiter geht es nach Chengdu, das bekannt ist für die Pandabären Aufzuchtstation -Gott sind diese Tiere putzig- und die größte Steinfigur der Welt.
Ca. 160km südlich von Chengdu befindet sich der, von der UNESCO geschützte größte Buddah der Erde. Es handelt sich hierbei um ein 71 Meter hohes Abbild der sitzenden Gottheit, welche im Jahre 713 von einem Mönch in Auftrag gegeben wurde und 90 Jahre Bauzeit benötigte. Sie ist 28 Meter breit und 71 Meter hoch. Auf seinem Scheitel gibt es 1.021 schneckenförmige Haarknoten, und auf jedem Knoten könnte ein großer Tisch Platz finden. Allein die Ohren des Buddhas sind 7 Meter lang.
Auch hier sind wir wieder die einzigen Langnasen zwischen den vielen Chinesen. China scheint noch nicht gänzlich von der touristischen Außenwelt erobert, denn die Chinesen entdecken hier noch das eigene Land und auch oft nur in der Reisegruppe mit beflaggtem Führer vorneweg.
Unsere Reise endet schließlich im glitzernden und ultramodernen Shanghai und wird gekrönt vom dortigen Laternenfest, bei dem sich Chinesen wieder mal durch ihre Affinität zu engem Körperkontakt auszeichnet. Ja, es geht voll zu und so schieben wir uns Zentimeter für Zentimeter durch die Masse und hoffen das eine Panik ausbleibt. Von den Laternen sehen wir nur wenig, da der Andrang einfach zu groß ist. Aber ein einzigartiges Erlebnis war's allemal.
Die für uns größte Kuriosität Chinas erleben wir im People's Park in Shanghai eher zufällig.
Da man in China ab einem Lebensalter von etwa 25 als schwer vermittelbar gilt und die Familie mit der ausstehenden Partnerwahl im allgemeinen sehr unzufrieden ist, vertraut man auf den Hochzeitsmarkt. Aber nicht die überreifen Singles suchen hier in aller Öffentlichkeit einen geeigneten Partner. Nein, die Eltern übernehmen diese Aufgabe und treffen sich allsonntäglich im Park zur gegenseitigen Kinderschau.
Ausgestattet mit einem Schild mit den wichtigsten Daten der Kinder pilgern die Eltern durchs Gewirr. Es wird verglichen, angepriesen und inspiziert. Man beschränkt sich dabei bei den Persönlichkeitsmerkmalen des glücklosen Nachwuchs tatsächlich auf das Wesentliche wie Alter, Einkommen, Größe und Gewicht - Fotos gibt es wohl erst im nächsten Schritt. Es herrscht reges Treiben und wir kommen mit einem Mann in Kontakt der lange Listen über die Alleinstehenden der Stadt führt. Um ihn scharen sich die Eltern und blättern in den Steckbriefen von vorn nach hinten und wieder zurück. Irgendwo muss er doch sein, der perfekte Partner für Sohn oder Tochter. Der Kuppler erklärt uns er helfe den Leuten jemanden zum Heiraten zu finden und jeder könne bei ihm die Daten der Kinder abgeben. Die Kinder haben übrigens oft vom Treiben der Eltern (offiziell) keinen Schimmer. Beim gegenseitigen Übereinkommen der Eltern wird eine Art zufälliges Treffen arrangiert oder mittels einer Ausrede alla: "ich habe letztens einen bekannten getroffen, dessen Sohn/Tochter..." eine Begegnung inszeniert.
Wie hoch dabei allerdings die Erfolgsrate ist, entzieht sich unserer Kenntnis, wäre aber äußerst interessant.
So ungewöhnlich viele Dinge für uns auch sind, so sympathisch sind manche.
Im Gegensatz zu Deutschland, wo das kurze Schläfchen am Arbeitsplatz eher verpönt ist, findet sich in China immer und überall eine Möglichkeit für ein Nickerchen. Ob bei Mc Donalds, am Ticketschalter oder im Souvenirgeschäft, überall wird rasch das eigene Schlafdeckchen ausgepackt und ein kurzes Nickerchen gehalten. Sehr sympathisch, findet Jochen! :-)
Ebenso sympathisch findet Christiane ein anderes Phänomen. Wir wundern uns, dass wir häufig Männer mit Frauenhandtaschen sehen. Dann erfahren wir, dass es in China als Zeichen der Liebe gilt, wenn die Frau dem Mann die Handtasche zum Hinterhertragen überlässt. Sehr interessant. :-)
Nach drei sehr (er)frischen(den) Wochen in China geht es nun endlich weiter ins warme und langersehnte Hawaii, wo wir die kommenden Wochen Südseefeeling genießen werden. Aloha....
Christiane und Jochen
P.s. Ein Tipp noch für die modebewussten Mädels.
Besorgt euch schnell große Brillen ohne Gläser. Dieses in China allgegenwärtige Accessoire (auch bei Erwachsenen) schwappt sicher auch irgendwann zu uns rüber ;-)). Schließlich hat es der furchtbare Bubbletea auch geschafft. Den Mundschutz brauchen wir bei unserer guten Luft hoffentlich nie!

