Peru - Land der Inkas und Alpakas


Peru sollte die erste Station während unserer Reise sein. Zur Eingewöhnung begleiten uns Lutz und Iris, bevor es zu zweit weiter um die Welt geht.
Südamerikas drittgrößtes Land ist vor allem eines, atemberaubend. Das liegt nicht nur an der Höhe in die man sich begibt, sondern auch an den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Peru ist geprägt von der endlosen Weite der Atacama Wüste, der Vielfalt des Regenwaldes, den gigantischen Gipfeln und Hoch-Plateaus der Anden, den unvergesslichen Panoramen, den Zeugnissen der Inkas mit ihren prächtigen Bauwerken, wie die weltweit bekannte Machu Picchu - Ruinenstadt und einer farben- und ebenso lebensfrohen Gesellschaft. All dies macht das Land der Inka und Alpakas ideal für einen Kultur- und Abenteuerurlaub. Der Name Peru entstammt übrigens der Quechua-Sprache und bedeutet so viel wie Üppigkeit. Dies spiegelt sich vor allem in der unglaublichen Vielfalt der Natur wider, da mehr als die Hälfte des Landes noch von einem dichtem Urwald bedeckt ist, ein Drittel Hochland und Gebirge sind und 10% für einen schmalen wüstenähnlichen Küstenstreifen am Pazifik übrig bleiben. Unsere Erwartungen sind geweckt und wir freuen uns auf eine unvergessliche Zeit!
Lima, die Hauptstadt Perus und Ihre "Schönheit" erschließt sich uns erst auf den 2. Blick und dann auch nur, wenn man nicht hinter die Fassaden der Stadt schaut. Aber so ist das wohl, wenn 10 Mio. Menschen auf beschränktem Raum leben. Während die Stadt 1960 noch 600.000 Einwohner zählte, platz sie heute aus allen Nähten. Dies führt dazu, dass der koloniale Charme der Stadt von einst mehr und mehr durch Apartmenthaus-Architektur ersetzt wird.

Unsere Reise geht auf der Panamericana weiter gen Süden. Wir fahren viele Stunden mit einem sehr komfortablen Überlandbus mit Internet, welcher den Platz und die Annehmlichkeiten einer Business-Klasse im Flugzeug bietet. Langsam zeigt sich Peru von seiner wunderschönen Seite. Dachten wir bei der Tristesse der Küstengebiete noch an Einöde, so wird es nun immer abwechslungsreicher. Mittlerweile sind wir in Ica an der Huancachina Oase angekommen und haben uns hier im Sandboarden auf Perus größten Dünen erprobt. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Boot auf die Ballestas Inseln. Für Ornithologen ein wahres Paradies!
Am nächsten Tag fahren wir mit dem Boot auf die Ballestas Inseln. Für Ornithologen ein wahres Paradies!
Weiter geht es am frühen Morgen mit dem Bus nach Nazca, wo sich das Cantalloc Bewässerungssystem befindet. Dieses in seiner Art in Peru einzigartige System, wurde vor 2000 Jahren gebaut, um das Grundwasser im Inneren des Tals für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Diese Tunnel und Gräben wurden in der harten Wüste ausgehoben und sind ein beeindruckendes Zeugnis der handwerklichen Fähigkeiten der Nazcas. Viele der Kanäle werden noch heute benutzt um Wasser über viele Kilometer umzuleiten und diese trockenen Gegend fruchtbar zu machen. Ein weiteres Highlight dieser Gegen sind die mysteriösen Nazca-Linien.
Die Nazca-Linien, sind riesige Bildnisse in der Wüste, die 600 v. Chr nur wenige Zentimeter tief, auf einer ebenen Fläche von 500 km², in den Wüstenboden eingescharrt wurden.
Die schnurgeraden, bis zu 20 km lange Linien und Figuren mit einer Größe von mehreren hundert Metern, zeigen beispielsweise Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Durch die enorme Größe sind sie nur aus sehr großer Entfernung zu erkennen, so zum Beispiel von den Hügeln in der Umgebung oder aus einem Flugzeug. Um ihre genaue Entstehung und ihren mythologischen Zweck ranken sich viele Theorien, doch auch die Wissenschaft weiss es nicht mit Sicherheit zu sagen.
Mit der 9-stündigen Busfahrt auf der Panamericana von Nazca nach Arequipa und der damit verbundenen Überbrückung von 2300 Höhenmetern, haben wir die erste Herausforderung gemeistert und unseren Adrenalinbedarf für die nächste Zeit gedeckt! Die beschwerliche Fahrt haben wir oben in der ersten Reihe eines Reisebusses verbracht, in dem uns die direkte Sicht auf die engen, überaus kurvenreichen Straßen und den sehr steilen Abhang, oft zu gut war. Aber die Fahrt hat sich gelohnt. Arequipa ist ein sehr reizvolles Städtchen umgeben von schneebedeckten Vulkanen. Der lokale Markt ist ein Genuss und wir erfahren auch, dass die Kartoffel aus Peru stammt.
Unser Weg führt uns nun weiter hinauf in luftige Höhen und wir überqueren die 4900m Marke. Die Luft wird spürbar dünner. Um der oft auftretenden Höhenkrankheit vorzubeugen trinken wir fleißig Coca-Tee und hoffen, dass wir davon verschont bleiben. Weites Land, Gletscher zum greifen nah, ein paar Lehmhütten, viele Alpakas oder Vicugnas und ein Highway der das Land durchstreift prägen die Gegend. Die indigene Bevölkerung zeigt sich landestypisch gekleidet und trägt Kinder, Essen und ganze Hausstände auf dem Rücken.
 
Ziel unserer Etappe ist der Colca-Canyon in dem wir bald den König der Anden, den Kondor, sehen werden. Nach einigen eher mittelmäßigen Unterkünften gönnen wir uns in den kommenden zwei Tage in der Colca Lodge etwas Luxus, mit hauseigenen Freiluft-Termalquellen.

Leider haben unsere Vorkehrungen gegen die Höhenkrankheit nicht ausgereicht. Starke Kopfschmerzen gepaart mit Atemnot und Übelkeit machten sich breit. Das einzige was wirklich hilft ist Sauerstoff und Kauen von Coca, dies aber leider auch nur für ein paar Stunden.
Wir verlassen dieses Paradies um nun den Titikakasee, dem mit 3.900m höchsten schiffbaren See der Welt, (13x größer als der Bodensee) zu besuchen! Dort lebt das Volk der Uros auf schwimmenden Inseln, welche ebenso wie die Hütten und Boote ganz aus Schilf gebaut werden. Die Inseln müssen alle 2 Jahre erneuert werden, da der Schilf von unten fault. Es ist ein eigenartiges Gefühl auf dem schwankenden Boden zu laufen.
 
 
Die nächsten Tage führen uns von Cusco nach Machu Picchu und weiter in den Amazonas. Welch wunderbare Ereignisse wir erleben und wie die Reise weiter geht erfahrt ihr bald hier auf dem Blog. Bis dahin, Be inspired ♥

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