Unser Fazit

Diese Reise war wohl die ereignisreichste Zeit unseres bisherigen Lebens. Anders als ursprünglich geplant wollen wir aber keine Top 10 Liste erstellen, sondern eine Beschreibung dessen versuchen, was diese Reise bei uns bewirkt hat.

Was zuerst wie ein langer Urlaub scheint ist in der Realität eine Studienreise zur Weltpolitik welche bei uns zu kultureller Toleranz führt. Die Einsicht, dass "unsere" Sicht der Welt nicht universell gilt und aus Europa bekannt Lösungen nicht überall und in jedem Kulturkreis geeignet sind, kam rasch. Beispielsweise gehören "Lollipop-Halter" in vielen der von uns besuchten Länder zum allgemeinen Straßenbild, um bei Baustellen den Verkehr mithilfe eines Drehbaren Stoppschildes zu regeln. Diese Arbeitsbeschaffungsmassnahme wird bei uns mit Ampeln gelöst. :-)

Spannend war auch die historische Entwicklung großer Kulturen in einen Zusammenhang zu bekommen und die gesellschaftliche Dynamik der Welt zu erleben. Wenn man binnen 10 Monaten:

- von den mystischen Ruinen vom matchu pitchu, der Osterinsel und Angkor Wat,

- in die intensiv lebendigen Städte Rio de Jaineto, Mumbai und Bangkok kommt,

- in die glitzernden Hightech Metropolen Singapore, Tokio oder Shanghai reißt,

- man in die so unterschiedlichen Landschaften, Natur und Tierwelt vordringt,

- die Klarheit der Berglandschaften der Anden Südamerikas oder die Gluthitze des Australischen Outbacks erlebt,

- und sich wenige Wochen vorher noch im Gletscher in NZ und einige Wochen später im dichten Regelwald in Indonesien befindet,

- oder die glühenden Lavaströme in Hawaii betrachtet, sich an den Papageien in Brasilien erfreut,

- in Bora Bora mit einem Buckelwal taucht, mit Schildkröten am Great Barrier Reef in Australien, wilde Orang-Utans in Borneo und Manta Rochen in Hawaii erlebt;

DANN macht es irgendwann Klick im Kopf. Diese wunderbaren Zusammenhänge konnten wir auf unseren vorherigen Kurzurlauben nicht emotional herstellen. Denn auch wenn es möglich ist sich diese Informationen durch Bücher oder Fernsehen und Internet intellektuell zu erschließen, ist das emotionale Erleben dieser unserer Meinung nach viel intensiver und vor allem nachhaltiger.

Für uns waren gerade die lokalen Besonderheiten, die kulturellen Farben der Welt. Was wäre es für eine eintönige Welt, wenn die internationale Marken- und Medienwelt regionale Trachten und Bräuche nivellieren würden. Die kulturellen Gruppen sollten Stolz auf ihre Traditionen sein, diese Leben und tolerant und offen gegenüber Neuem sein.

Wir haben uns vorgenommen mehr Ruhe und Vertrauen ins "Ganze" mitnehmen. Die besonderen Momente intensiver zu leben aber auch die westliche Hecktick als solche erkennen und dementsprechend entspannter zu agieren.

Sollten wir jemanden zum Reise inspiriert haben wäre dies toll und wir stehen selbstverständlich gern mit Rat und Tat zur Seite.
Uns beide hat die gemeinsame Zeit noch näher zusammen gebracht. Wir sind ein tolles Team und stehen auch unter widrigen Umständen zueinander. Dies hat uns gezeigt, dass wir zusammen gehören und so haben wir am 15. März 2014 geheiratet. Diesen (vorerst) letzten Blogeintrag laden wir aus Costa Rica, unseren Flitterwochen hoch.  :-)



Viele reiselustige Grüße,
Jochen und Christiane

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